Diese Daten haben wir aus einer Broschüre die Armin Glaser, der die 241-A-65 vor dem versrotten gerettet hat.


Die 241 A 65 wurde am 16. August 1931 als erste der 49 Lokomotiven mit der Betriebsnummer 241 001 an die "ETAT" geliefert. Im Depot Batignolles beheimatet, verkehrte sie hauptsächlich auf der Linie Cherbourg - Le Havre.

Mit der Verstaatlichung der französischen Privatbahnen folgte am 1. März 1939 die Übernahme der Lok durch die neu gegründete SNCF, was ihr die neue Betriebsnummer

3 - 241 A 1 eintrug.


Mit der Besetzung von Frankreich durch die Deutschen Truppen im 2. Weltkrieg wurden viele französische Lokomotiven von der Deutschen Reichsbahn requiriert. So fand auch die 241 A 65 vermutlich im Bahnbetriebswerk Erfurt eine neue Heimat.
Während der folgenden Kriegsjahre befuhr die Lok die Linie Bebra - Leipzig.
Nach dem Kriegsende kehrte die 241 A 65 am 27. Januar 1946 in den Bestand der SNCF zurück.

Nach einem nur einjährigen Aufenthalt im Depot Le Mans ( Région Ouest) erfolgte im Depot Chaumont (Région Est) eine weitere Umnummerierung zur 1 - 241 A 301.

Aber auch diese Betriebsnummer sollte nicht die letzte sein:
Seit dem 24. Mai 1950 trägt die Lokomotive die auch heute noch gültige Bezeichnung 241 A 65.


 

 

Am 23. Juli 1965 wurde die 241 A 65 ausgemustert, durfte aber im Depot Chaumont bis im Mai 1968 ein bescheidenes Dasein als Heizlokomotive fristen.

Damals rettete der Zürcher Armin Glaser die Lok vor dem Abbruch, indem er sie mit Unterstützung des Depotchefs von Chaumont erwarb und in die Schweiz transportierte.




Nach einer rein kosmetischen Instand Stellung durch die Depotinspektion Zürich der SBB zählte die Lokomotive ab 1978 zu den usstellungsobjekten im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. 1982 war es die Auswahl Oswald Steam in Samstagen und 1989 der damalige "Club 241 A 65", welche die Maschine übernahmen und letztendlich nach St.Sulpice zur Vapeur Val de Travers (VVT) überführten. Ende 1996 konnte die Lok im

DB - Ausbesserungswerk Meiningen einer umfangreichen Totalrevision unterzogen werden.

 

Am 1. September 1997 wurde die 241 A 65 zum ersten Mal nach 32 Jahren wieder unter Dampf gesetzt und, nach der offiziellen Wiederindienststellung durch die deutschen Sachverständigen, am

1. November mit einer Extrafahrt der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Die 241 A 65 hat nach der Instand Stellung im DB-Ausbesserungswerk Meiningen die Zulassung für das Schienennetz in Deutschland und in der Schweiz, durch das Bundesamt für Verkehr, erhalten. Ab Anfang Mai 2000 stand die Lok im Depot der RM in Burgdorf. Seit dem 6. September 2008 ist ihr Depotstandort in Full-Reuenthal.


Nach Abnahme des Kessels durch den Kesselinspektor des SVTI und der Einregulierung des Achsdrucks auf der Waage der HW Biel, hat die Maschine schon verschiedene Sonderfahrten absolviert.